• A4 (8E5 B6) Avant | 2001 -> 2004

    Auf Basis der zweiten Baureihe B6 (Typ 8E) des Audi A4 wurde außer der Limousine und des Kombi erstmals nach dem Audi Cabriolet wieder ein Cabriolet für die Mittelklasse angeboten (Typ 8H). Er löste im November 2000[2] den A4 B5 ab. Im November 2004 ersetzte ihn in Deutschland der A4 B7

    Veränderungen gegenüber dem Vorgänger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Die zweite Generation des A4 grenzt sich gegenüber dem Vorgänger B5 durch die hochgezogene seitliche Gürtellinie und einen rundlicheren Heckabschluss ab. Die Karosserie ähnelt dadurch dem größeren Audi A6. Der B6 ist um 69 mm länger, 33 mm breiter und 13 mm höher als sein Vorgänger.

    Die weiterentwickelte Vierlenker-Vorderachse besteht größtenteils aus Aluminium. Dadurch ist sie 8,5 Kilogramm leichter als die der ersten A4-Generation.

    Während der Vorgänger mit einer Verbundlenker- (Frontantrieb) oder Doppelquerlenker-Hinterachse (Quattro-Antrieb) versehen war, hat der B6 in beiden Antriebsvarianten eine neue Doppelquerlenker-Hinterachse mit getrennten Federn und Dämpfern und besserer Spurstabilität.

    Zusätzlich zu einigen aus der alten Baureihe bekannten Motoren gibt es im B6 zwei neuentwickelte Ottomotoren:

    • Ein Reihenvierzylinder mit zwei Litern Hubraum und 96 kW (130 PS) sowie
    • ein Sechszylinder-V-Motor mit drei Litern Hubraum und 162 kW (220 PS).

    Die Motorblöcke beider Motoren sind aus Aluminium; sie haben fünf Ventile pro Zylinder.

    Mit dem B6 wurde im A4 erstmals die stufenlose Automatik Multitronic für Fahrzeuge mit Frontantrieb angeboten. Modelle mit Allradantrieb können dagegen nur mit einer Fünfstufen-Wandlerautomatik ?Tiptronic? ausgestattet werden. Diese hat im Gegensatz zum Vorgänger eine zusätzliche Schaltstellung ?S?, die ein sportliches Schaltverhalten und Fahrgefühl vermitteln soll. Die bisherigen Gangstellungen entfallen dadurch, können jedoch mittels ?Schaltgasse? weiterhin separat gewählt werden.

    Verbessert und weiterentwickelt wurden auch:

    • die Crash-Eigenschaften,
    • ESP und ABS,
    • das Bremssystem,
    • die Geräuschdämmung,
    • die Karosseriesteifigkeit (45 % höher als beim B5),
    • die Serien- und Sonderausstattungen.

    So ist der B6 z. B. serienmäßig mit dem Kopfairbagsystem sideguard ausgestattet. Im Vorgängermodell wurden diese ergänzenden Airbags nur gegen Aufpreis angeboten.

    Karosserievarianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Wie der Vorgänger wird auch der Nachfolger B6 als Limousine (vier Türen) und Kombi (fünf Türen) angeboten.

    Die Bauzeiten zwischen B5 und B6 überschneiden sich, weil die Kombi-Variante des Vorgängers ein Jahr später eingeführt und auch ein Jahr länger produziert wurde als die Limousine der vergleichbaren Bauzeit.

    Ab April 2002 wurde auch ein Cabriolet (Typ 8H) auf Basis des Audi A4 angeboten, das für vier Personen Platz bietet und beim niedersächsischen Karosseriebauer Karmann (Osnabrück) im nordrhein-westfälischen Rheine produziert wurde. Zuvor gab es nur dasAudi Cabriolet auf Basis des Audi 80. Wie beim Vorgänger wird ein Stoffverdeck mit automatischer Schließfunktion eingesetzt. Die Form des Cabriolet weicht wegen der geänderten Karosserie von der Limousine ab, so sind z. B. die Stoßfänger, Scheinwerfer und Heckleuchten anders gestaltet. Im Innenraum finden sich ebenfalls einige neue Elemente wie

    • runde Belüftungsdüsen mit Chromringen,
    • tiefer eingefasste Anzeigen im Kombiinstrument,
    • zusätzliches Ablagefach in der Mittelkonsole über dem Radio oder
    • Türverkleidung mit geänderter Armauflage und Lautsprecherabdeckungen.